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	<title>Werbewahn &#187; skandal</title>
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	<description>Wahnsinn aus der Welt der Werbung</description>
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		<title>I will mohr!</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jul 2009 15:01:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[eskimo]]></category>
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		<category><![CDATA[rassismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Eskimo, die &#246;sterreichische Version von Lagnese, bringt jeden Sommer ein regional ansprechendes Speiseeis hervor. Letzten Sommer durften sich die &#214;sterreicher &#252;ber &#8220;Apfelstrudel&#8221; freuen, diesen Sommer wollte man das allseits beliebte Schokot&#246;rtchen mit ebenso kakaohaltigem &#220;berzug namens &#8220;Mohr im Hemd&#8221; in eine k&#252;hle Sommererfrischung verpacken. Und weil sich ein solches Produkt mit Werbung noch besser verkauft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eskimo, die &#246;sterreichische Version von Lagnese, bringt jeden Sommer ein regional ansprechendes Speiseeis hervor. Letzten Sommer durften sich die &#214;sterreicher &#252;ber &#8220;Apfelstrudel&#8221; freuen, diesen Sommer wollte man das allseits beliebte Schokot&#246;rtchen mit ebenso kakaohaltigem &#220;berzug namens &#8220;<a title="Wikipedia: Mohr im Hemd" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mohr_im_Hemd">Mohr im Hemd</a>&#8221; in eine k&#252;hle Sommererfrischung verpacken. Und weil sich ein solches Produkt mit Werbung noch besser verkauft als ohne, hat man &#214;sterreich auch gleich mit ein paar Plakaten begl&#252;ckt.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-622 aligncenter" title="I will mohr!" src="http://werbewahn.net/wp-content/uploads/2009/07/mohr.jpg" alt="I will mohr!" width="380" height="269" /></p>
<p>Sicher, der Werbespruch &#8220;I will mohr!&#8221;, eine Mischung aus zwei bis drei Sprachen, ist nicht eben gl&#252;cklich gew&#228;hlt. Und was das nun genau hei&#223;en soll, das wird uns wohl noch l&#228;nger R&#228;tsel aufgeben.</p>
<p>Vor einem ganz anderen R&#228;tsel scheinen die Macher der Kampagne zu stehen, denn zahlreiche Beschwerden beim Werberat und erhebliches Medienecho attestieren dem Plakat vor allem eines: Rassismus in h&#246;chster Form. Der Begriff &#8220;Mohr&#8221; stamme aus der Kolonialzeit, &#8220;im Hemd&#8221; deswegen, weil die damaligen Schwarzen wohl eher nackt anzutreffen waren.</p>
<p>Ein bisschen schmunzeln muss ich angesichts der Anlassaufregung hier schon. Seit &#252;ber einem Jahrhundert konsumieren wir &#214;sterreicher &#8220;Mohren im Hemd&#8221;, noch nie kam jemand auf die Idee, das T&#246;rtchen umzubenennen, weil es rassistisch sein k&#246;nnte. Der Mohr im Logo von Meinl darf ebenso bleiben, wie sich ein Bier immer noch <a href="http://www.mohrenbr&#228;u.at/">Mohrenbr&#228;u</a> nennen darf. Warum ist das so? Weil es sich hier eben um Begriffe handelt, die sich &#252;ber Jahrzehnte etabliert haben, sie sind zu Eigennamen und -marken geworden, die nicht mehr als wertend oder rassistisch wahr genommen werden. Mohr ist ein veraltetes, nicht mehr gebr&#228;uchliches Wort, das ich in abwertendem, rassistischem Zusammenhang wirklich noch nie geh&#246;rt habe (&#8220;Du Mohr, du!&#8221;). Wer einen Mohren im Hemd verzehrt, der ist deswegen noch lange kein Rassist. Und wer daraus ein Speiseeis macht auch nicht.</p>
<p>&#220;brigens: sollten die Werbemacher von <em>Eskimo</em> hier tats&#228;chlich einen R&#252;ckzieher machen, dann empfehle ich auch gleich die Umbenennung der Marke. Die Bewohner Gr&#246;nlands bevorzugen n&#228;mlich auch die Bezeichnung <em>Inuit</em>. Korrekt w&#228;re also &#8220;Dunkler pigmentierter Nichteurop&#228;er in Oberbekleidung&#8221; der Marke Inuit. Das Eis selbst sei (ungeachtet des Namens) &#252;brigens lecker.</p>
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		<title>Angela Merkel als Werbefigur</title>
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		<pubDate>Thu, 14 May 2009 15:09:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstück]]></category>
		<category><![CDATA[angela merkel]]></category>
		<category><![CDATA[bruno banani]]></category>
		<category><![CDATA[plakat]]></category>
		<category><![CDATA[skandal]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder einmal wei&#223; die Allgemeinheit nicht, wie man mit einem Plakat umgehen soll, das f&#252;hrende Politiker in Unterw&#228;sche zeigt. Manche halten den Coup aus dem Unterw&#228;schehaus Bruno Banani f&#252;r geschmacklos, andere sind dar&#252;ber eher belustigt. In den USA, wo man ein Urlaubsfoto des Pr&#228;sidenten kaum herzeigen darf, wahrscheinlich g&#228;nzlich undenkbar, sehen unsere deutschen Nachbarn das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder einmal wei&#223; die Allgemeinheit nicht, wie man mit einem Plakat umgehen soll, das f&#252;hrende Politiker in Unterw&#228;sche zeigt. Manche halten den Coup aus dem Unterw&#228;schehaus Bruno Banani f&#252;r geschmacklos, andere sind dar&#252;ber eher belustigt. In den USA, wo man ein Urlaubsfoto des Pr&#228;sidenten kaum herzeigen darf, wahrscheinlich g&#228;nzlich undenkbar, sehen unsere deutschen Nachbarn das nicht ganz so eng. Die Rede ist von diesem Plakat:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-576 aligncenter" title="aktion_abwrackpraemie" src="http://werbewahn.net/wp-content/uploads/2009/05/aktion_abwrackpraemie.jpg" alt="aktion_abwrackpraemie" width="450" height="300" /></p>
<p>Die Abwrackpr&#228;mie f&#252;r Autos wird bei der Aktion einfach auf Unterw&#228;sche &#252;bertragen: wer seine alten Fetzen abgibt und daf&#252;r (wenig preiswerte) neue Designerunterw&#228;sche kauft, erh&#228;lt zu wohlklingenden 500 Cent aufgeblasene 5 Euro Rabatt. An Angela Merkels Seite wurden weitere Politiker in braungebrannter Pose gemalt, die die Kanzlerin &#8220;unterst&#252;tzen&#8221;.</p>
<p>Rechtlich gesehen k&#246;nnten die betroffenen Personen sicher etwas unternehmen, aber wer will denn schon als Spielverderber dastehen? Das Ziel ist ohnehin erreicht, die ganze Welt kennt das Plakat und ein Verbot w&#252;rde der Sache nur noch weiteren Auftrieb verleihen. Den Werbemachern kann man eigentlich nur gratulieren, das Plakat ist in aller Munde, sogar &#252;ber die deutschen Grenzen hinaus.</p>
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