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	<title>Werbewahn &#187; sensodyne</title>
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	<description>Wahnsinn aus der Welt der Werbung</description>
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		<title>Scheinexperten</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Oct 2007 08:45:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#196;rzte d&#252;rfen keine Werbung machen, wenn durch diese Werbung der Eindruck entstehen k&#246;nnte, dass das Produkt von dem Arzt empfohlen wird. Das ist auch gut so, sonst h&#228;tten wir bald drei verschiedene fernsehtaugliche &#196;rzte, die uns bei Kopfweh f&#252;nf verschiedene Medikamente andrehen wollen &#8211; die Verwirrung w&#228;re perfekt. Auch die Formulierung &#8220;&#228;rztlich empfohlen&#8221; darf nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#196;rzte d&#252;rfen keine Werbung machen, wenn durch diese Werbung der Eindruck entstehen k&#246;nnte, dass das Produkt von dem Arzt empfohlen wird. Das ist auch gut so, sonst h&#228;tten wir bald drei verschiedene fernsehtaugliche &#196;rzte, die uns bei Kopfweh f&#252;nf verschiedene Medikamente andrehen wollen &#8211; die Verwirrung w&#228;re perfekt. Auch die Formulierung &#8220;&#228;rztlich empfohlen&#8221; darf nur dann verwendet werden, wenn ganz strikte Regeln (Beweise, etc.) eingehalten werden, deshalb verzichtet die Werbewelt meistens darauf. Wer einen &#228;rztlichen Rat haben m&#246;chte, der soll eben einen aufsuchen.</p>
<p>Die Werbewelt versucht diesem Hindernis freilich durch geschickte Szenarien auszuweichen. Medikamente werden eben von Freunden oder Familienmitgliedern empfohlen, sind ja auch Vertrauenspersonen. &#8220;<a href="http://iqatrophie.wordpress.com/2007/05/30/schmerz-lass-nach/" title="Empfehlenswerter Artikel bei IQ-Atrophie">Dann nimm doch eine Aspirin</a>&#8220;, wird uns die positive Wirkung als Allheilmittel schmackhaft gemacht. Gl&#252;cklicherweise sind wir von der Kombination mit der Nimm-2-Werbung (&#8220;Da kann man ruhig &#246;fter mal reingreifen!&#8221;) bisher verschont geblieben.</p>
<p>Ein Hersteller f&#252;r Zahnhygieneprodukte, mit Namen Sensodyne, hat einen anderen Weg des Umgehens des Verbots der Werbung mit &#196;rzten f&#252;r sich entdeckt: Wenn man &#196;rzte nicht nehmen darf, dann stellt man eben jemanden mit wei&#223;em Kittel hin, der den Anschein einer Ahnung hat und l&#228;sst diese Person die &#220;berzeugungsarbeit liefern. Optimal und noch viel vertrauenserweckender sind nat&#252;rlich Leute in wei&#223;em Kittel, die auch noch einen Doktor haben! Da sind wir mit der Glaubw&#252;rdigkeit schon fast im Bereich der Werbung mit einem Arzt als Werbetr&#228;ger, nur ohne Arzt!</p>
<p>So kommt es, dass dem Konsumenten in einem derzeit laufenden Spot von einem <em>Dr. rer. nat.</em>Â  in wei&#223;em Doktorkost&#252;m erkl&#228;rt wird, dass der Zahnschmelz durch irgendwas kaputt geht und Sensodyne sch&#252;tzt. Dass dieser <em>Dr. rer. nat.</em> ein einfacher Naturwissenschaftler wie zum Beispiel ein Physiker, ein Meteorologe oder sogar ein Mathematiker sein kann, der von Zahnschmelz ungef&#228;hr soviel Ahnung hat, wie Herr Sch&#228;uble in Sachen Onlinedurchsuchung und Rechtsstaat von der Realit&#228;t, braucht den Werbekonsumenten ja nicht zu interessieren, man blendet die &#8220;Fakten&#8221; eh nur so kurz ein, dass sie bei einmaligem Sichten nicht so recht erfasst werden k&#246;nnen.</p>
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