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	<title>Werbewahn &#187; Skurril</title>
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	<description>Wahnsinn aus der Welt der Werbung</description>
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		<title>Kindermund tut Wahrheit kund.</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 13:31:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Generell hei&#223;t es ja, dass Kindermund Wahrheit kund tut. Sie nehmen sich kein Blatt vor den Mund, sind nicht diplomatisch oder r&#252;cksichtsvoll. Sagen eben, was sie denken. Manchmal k&#246;nnen Kinder ihre Gef&#252;hle nicht in Worte kleiden, dann sieht man ihnen aber am Gesichtsausdruck genau an, was sie denken oder f&#252;hlen. Nun gibt es eine Werbung, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Generell hei&#223;t es ja, dass Kindermund Wahrheit kund tut. Sie nehmen sich kein Blatt vor den Mund, sind nicht diplomatisch oder r&#252;cksichtsvoll. Sagen eben, was sie denken.<br />
Manchmal k&#246;nnen Kinder ihre Gef&#252;hle nicht in Worte kleiden, dann sieht man ihnen aber am Gesichtsausdruck genau an, was sie denken oder f&#252;hlen.</p>
<p>Nun gibt es eine Werbung, zu der dieser weise Satz passt, wie die Faust aufs Auge. Es handelt sich um eine Werbung des Drogeriemarkts &#8211; dm. Sie besteht aus lauter Schnipseln, die aneinander geh&#228;ngt sind  &#8211; mit der Kernaussage &#8220;Hier bin ich  Mensch, hier kauf ich ein.&#8221; Und ein Schnipsel zeigt die Familie am Tisch sitzen und essen. Mutter, Vater, Kind und ein Kleinkind, das gef&#252;ttert werden sollte. Die Mutter gibt ihm also einen L&#246;ffel des Babybreis aus dem Gl&#228;schen, das Kind verweigert, die Mutter nimmt den L&#246;ffel mit Babybrei selber in den Mund, verzieht anerkennend das Gesicht und l&#246;ffelt weiter den Brei aus dem Glas. Schwenk der Kamera auf das Kleinkind, das v&#246;llig entsetzt in seinem Kinderstuhl sitzt, das Gesicht verzieht und seine Mutter mit einem Ausdruck des v&#246;lligen Unglaubens und Ekels ansieht.</p>
<p>Und das Kind hat so recht! Erst unl&#228;ngst bin ich in den Geruchsgenuss eines Gl&#228;schens mit Babybrei gekommen, in dem so herrliche Sachen wie Gem&#252;sereis mit Biopute vermischt waren. Und das stinkt, unglaublich. Ich gebe ja zu, dass die Fr&#252;chtebreis aus den Gl&#228;sern gar nicht so &#252;bel schmecken, aber die Hauptmahlzeiten sehen unappetitlich aus und riechen bestialisch.</p>
<p>Das Kleinkind tut also ganz einfach Wahrheit kund. &#220;ber Erwachsene, die Babybrei aus dem Glas l&#246;ffeln kann ich auch nur das Gesicht verziehen.</p>
<p>(Niemand muss jetzt hier einen Vortrag &#252;ber Babybrei halten, ich wei&#223;, dass Kleinkinder nichts schmecken, das hat auch alles seine Berechtigung. Aber Erwachsene schmecken sehr wohl was, und um das gehts hier!)</p>
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		<title>Lech eiskalt!</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 13:54:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grauenhaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich w&#252;rde ja gerne das folgende Foto einfach f&#252;r sich sprechen lassen. Da ich aber davon ausgehe, dass die meisten Leser hier nicht der polnischen Sprache m&#228;chtig sind, muss ich das ein bisschen erl&#228;utern. Hier zu sehen ist die Bierwerbung der Marke &#8220;Lech&#8221;, einer polnischen Brauerei.  Darauf steht: &#8220;Lust auf Nervenkitzel? Kaltes Lech.&#8221; Wenn man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich w&#252;rde ja gerne das folgende Foto einfach f&#252;r sich sprechen lassen. Da ich aber davon ausgehe, dass die meisten Leser hier nicht der polnischen Sprache m&#228;chtig sind, muss ich das ein bisschen erl&#228;utern.</p>
<p><a href="http://werbewahn.net/wp-content/uploads/2010/08/Lech-eiskalt.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-798" title="Lech-eiskalt" src="http://werbewahn.net/wp-content/uploads/2010/08/Lech-eiskalt.jpg" alt="Werbung Brauerei Lech" width="610" height="250" /></a></p>
<p>Hier zu sehen ist die Bierwerbung der Marke &#8220;Lech&#8221;, einer polnischen Brauerei.  Darauf steht: &#8220;Lust auf Nervenkitzel? Kaltes Lech.&#8221;<br />
Wenn man jetzt bedenkt, dass erst vor wenigen Monaten der polnische Pr&#228;sident Lech Kaczynski &#8211; der halt leider den selben Vornamen hat wie das Bier &#8211; verstorben ist, hat man fast das Gef&#252;hl, dass die Werbemacher von Lech nicht so wirklich viel gedacht haben bei der Erstellung der Kampagne.</p>
<p>Wirklich unm&#246;glich ist aber einer der Standorte dieser gro&#223;en Werbeplakate. N&#228;mlich genau gegen&#252;ber der Grabst&#228;tte des fr&#252;heren Pr&#228;sidenten.</p>
<p>Die Brauerei hat sich f&#252;r die Standortwahl entschuldigt und gemeint, dass das Plakat planm&#228;&#223;ig gleich abmontiert werde.</p>
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		<title>Was ich auch gerne k&#246;nnte.</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 11:57:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Skurril]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich mag ja so Stra&#223;enk&#252;nstler nicht besonders. Vor allem nicht, wenn sie aufdringlich sind. Und das sind sie leider meistens. Hier habe ich etwas gefunden, was ich wirklich gerne k&#246;nnen w&#252;rde. Das ist mein Traum. Stehen bleiben und mit dem K&#252;nstler diese Show abziehen.  Der packt doch dann seine Sachen ein und geht heim. Was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich mag ja so Stra&#223;enk&#252;nstler nicht besonders. Vor allem nicht, wenn sie aufdringlich sind. Und das sind sie leider meistens. Hier habe ich etwas gefunden, was ich wirklich gerne k&#246;nnen w&#252;rde.</p>
<p><a href="http://werbewahn.net/2010/01/24/was-ich-auch-gerne-koennte/"><em>Hier klicken, um das Video zu sehen.</em></a></p>
<p>Das ist mein Traum. Stehen bleiben und mit dem K&#252;nstler diese Show abziehen.  Der packt doch dann seine Sachen ein und geht heim.<br />
Was das ganze mit Migros (einer schweizer Supermarktkette) zu tun hat entzieht sich irgendwie meinen Kenntnissen. Vielleicht bin ich aber auch nur zu bl&#246;d. Ich w&#252;rde aber nur wegen des Spots nicht extra zu Mirgros einkaufen gehen. Au&#223;erdem kribbelt es nat&#252;rlich jetzt in meinen Fingern, das n&#228;chste Mal im Migros eine der Verk&#228;uferinnen darauf anzusprechen, ob sie das auch kann.<br />
Res&#252;mee: Das Sujet an sich gef&#228;llt mir ausgesprochen gut, der Zusammenhang in der Werbung an sich fehlt mir aber.</p>
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		<title>Wellnessdusche</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 18:17:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Skurril]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
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		<description><![CDATA[Unter &#8220;Wellnessdusche&#8221; verstehe ich ein spezielles Modell jener Einrichtung zur K&#246;rperpflege, die die Beregnung durch Wasser von oben erlaubt und dazu auch noch irgendwie das k&#246;rperliche Wohlbefinden f&#246;rdert. Oder einfacher gesagt: eine besondere Form der herk&#246;mmlichen Brause. Die Wortsch&#246;pfung &#8220;Wellnessdusche&#8221; ist mir in diesem Zusammenhang schon reichlich schleierhaft, denn ich dusche meistens, um mein Wohlbefinden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter &#8220;Wellnessdusche&#8221; verstehe ich ein spezielles Modell jener Einrichtung zur K&#246;rperpflege, die die Beregnung durch Wasser von oben erlaubt und dazu auch noch irgendwie das k&#246;rperliche Wohlbefinden f&#246;rdert. Oder einfacher gesagt: eine besondere Form der herk&#246;mmlichen Brause. Die Wortsch&#246;pfung &#8220;Wellnessdusche&#8221; ist mir in diesem Zusammenhang schon reichlich schleierhaft, denn ich dusche meistens, um mein Wohlbefinden zu steigern und dieser Zweck wird schon durch die T&#228;tigkeit an sich zumeist erf&#252;llt.</p>
<p>Nun geht es mir noch irgendwie in den Kopf, dass man das Duscherlebnis durch besondere bauliche Gestaltung der Kabine, etwa D&#252;sen, die Wasser von der Seite spr&#252;hen oder den Duschenden massieren, duchaus verbessern kann. Solche besonderen Kabinen gibt es tats&#228;chlich unter dem Begriff &#8220;Wellnessdusche&#8221; zu kaufen &#8211; das leuchtet noch irgendwo ein.</p>
<p>Nicht einleuchten will mir, wie man ein Duschgel mit &#8220;Wellnessdusche&#8221; beschriften kann, denn weder kann ich aus der Verpackung von ebendiesem eine solche bauen, noch kann das Produkt wohl ausschlie&#223;lich f&#252;r den Gebrauch in solchen Duscheinrichtungen erzeugt werden. Das l&#228;sst nur den Schlu&#223; zu, dass duch die Verwendung des Duschgels die Wellness gesteigert werden soll &#8211; wieso man es dann aber nicht eindeutiger mit &#8220;Wellnessduschgel&#8221; beschriftet oder ob es nur f&#252;r &#8220;Wellnessduschen&#8221; konzipiert wurde, konnte ich leider nicht eruieren.</p>
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		<title>Bin ich der Herold?</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 17:31:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna</dc:creator>
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		<category><![CDATA[herold]]></category>
		<category><![CDATA[österreich]]></category>
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		<description><![CDATA[In &#214;sterreich gibt es den Herold.  Das ist &#214;sterreichs lokale Suchmaschine mit Gelbe-Seiten-Firmenverzeichnis, dem &#246;sterreichischen Telefonbuch und europaweitem Routenplaner. Insgesamt eine wirklich praktische Sache. Nat&#252;rlich braucht der Herold aber auch Werbung.  Seit l&#228;ngerem wird darin eine Frage gestellt &#8211; die n&#228;chste Tankstelle, der n&#228;chste Bankomat, die Telefonnummer der Uschi, usw. &#8211; woraufhin die Antwort ert&#246;nt  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In &#214;sterreich gibt es den <a href="http://www.herold.at/">Herold</a>.  Das ist &#214;sterreichs lokale Suchmaschine mit Gelbe-Seiten-Firmenverzeichnis, dem &#246;sterreichischen Telefonbuch und europaweitem Routenplaner. Insgesamt eine wirklich praktische Sache.</p>
<p>Nat&#252;rlich braucht der Herold aber auch Werbung.  Seit l&#228;ngerem wird darin eine Frage gestellt &#8211; die n&#228;chste Tankstelle, der n&#228;chste Bankomat, die Telefonnummer der Uschi, usw. &#8211; woraufhin die Antwort ert&#246;nt  &#8220;Bin ich der Herold?&#8221;. Was soviel bedeuten soll wie: ich wei&#223; es nicht, aber der Herold bestimmt.</p>
<p>Nun hat sich die zust&#228;ndige Werbeagentur eine neue Frage einfallen lassen. Mit passendem Bild f&#252;r Plakate:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-642 aligncenter" title="herold" src="http://werbewahn.net/wp-content/uploads/2009/09/herold.jpg" alt="herold" width="500" height="696" /></p>
<p>Wie zu erwarten war schlagen die Wellen hoch. Frauen sind emp&#246;rt und einige Eltern haben sicher gr&#246;bere Erkl&#228;rungsn&#246;te bei den Fragen der Kinder.<br />
Ich muss sagen, die Idee ist ganz lustig, aber ein schaler Nachgeschmack bleibt doch &#252;ber. Irgendwie wirkt es billig mit dem Bild dazu. Eventuell w&#252;rde die ganze Sache weitaus besser wirken, wenn nur der Text zu lesen w&#228;re.</p>
<p>Bei Herold antwortet man auf die Wellen mit der Aussage, das sei nicht frauenfeindlich, sondern solle nur die gro&#223;e Bandbreite des Herold zeigen. Auf jede beliebige Frage w&#252;rde er eine Antwort liefern.<br />
In k&#252;rze sollen noch weitere derartige neue Werbungen geschaltet werden. Wir k&#246;nnen gespannt sein, was f&#252;r Fragen man dem Herold stellen kann.</p>
<p><img src="file:///C:/Dokumente%20und%20Einstellungen/Birgit/Desktop/Bilder/herold.jpg" alt="" /></p>
<p><img src="file:///C:/Dokumente%20und%20Einstellungen/Birgit/Desktop/Bilder/herold.jpg" alt="" /></p>
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		<title>I will mohr!</title>
		<link>http://werbewahn.net/2009/07/26/i-will-mohr/</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Jul 2009 15:01:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[eskimo]]></category>
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		<category><![CDATA[rassismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Eskimo, die &#246;sterreichische Version von Lagnese, bringt jeden Sommer ein regional ansprechendes Speiseeis hervor. Letzten Sommer durften sich die &#214;sterreicher &#252;ber &#8220;Apfelstrudel&#8221; freuen, diesen Sommer wollte man das allseits beliebte Schokot&#246;rtchen mit ebenso kakaohaltigem &#220;berzug namens &#8220;Mohr im Hemd&#8221; in eine k&#252;hle Sommererfrischung verpacken. Und weil sich ein solches Produkt mit Werbung noch besser verkauft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eskimo, die &#246;sterreichische Version von Lagnese, bringt jeden Sommer ein regional ansprechendes Speiseeis hervor. Letzten Sommer durften sich die &#214;sterreicher &#252;ber &#8220;Apfelstrudel&#8221; freuen, diesen Sommer wollte man das allseits beliebte Schokot&#246;rtchen mit ebenso kakaohaltigem &#220;berzug namens &#8220;<a title="Wikipedia: Mohr im Hemd" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mohr_im_Hemd">Mohr im Hemd</a>&#8221; in eine k&#252;hle Sommererfrischung verpacken. Und weil sich ein solches Produkt mit Werbung noch besser verkauft als ohne, hat man &#214;sterreich auch gleich mit ein paar Plakaten begl&#252;ckt.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-622 aligncenter" title="I will mohr!" src="http://werbewahn.net/wp-content/uploads/2009/07/mohr.jpg" alt="I will mohr!" width="380" height="269" /></p>
<p>Sicher, der Werbespruch &#8220;I will mohr!&#8221;, eine Mischung aus zwei bis drei Sprachen, ist nicht eben gl&#252;cklich gew&#228;hlt. Und was das nun genau hei&#223;en soll, das wird uns wohl noch l&#228;nger R&#228;tsel aufgeben.</p>
<p>Vor einem ganz anderen R&#228;tsel scheinen die Macher der Kampagne zu stehen, denn zahlreiche Beschwerden beim Werberat und erhebliches Medienecho attestieren dem Plakat vor allem eines: Rassismus in h&#246;chster Form. Der Begriff &#8220;Mohr&#8221; stamme aus der Kolonialzeit, &#8220;im Hemd&#8221; deswegen, weil die damaligen Schwarzen wohl eher nackt anzutreffen waren.</p>
<p>Ein bisschen schmunzeln muss ich angesichts der Anlassaufregung hier schon. Seit &#252;ber einem Jahrhundert konsumieren wir &#214;sterreicher &#8220;Mohren im Hemd&#8221;, noch nie kam jemand auf die Idee, das T&#246;rtchen umzubenennen, weil es rassistisch sein k&#246;nnte. Der Mohr im Logo von Meinl darf ebenso bleiben, wie sich ein Bier immer noch <a href="http://www.mohrenbr&#228;u.at/">Mohrenbr&#228;u</a> nennen darf. Warum ist das so? Weil es sich hier eben um Begriffe handelt, die sich &#252;ber Jahrzehnte etabliert haben, sie sind zu Eigennamen und -marken geworden, die nicht mehr als wertend oder rassistisch wahr genommen werden. Mohr ist ein veraltetes, nicht mehr gebr&#228;uchliches Wort, das ich in abwertendem, rassistischem Zusammenhang wirklich noch nie geh&#246;rt habe (&#8220;Du Mohr, du!&#8221;). Wer einen Mohren im Hemd verzehrt, der ist deswegen noch lange kein Rassist. Und wer daraus ein Speiseeis macht auch nicht.</p>
<p>&#220;brigens: sollten die Werbemacher von <em>Eskimo</em> hier tats&#228;chlich einen R&#252;ckzieher machen, dann empfehle ich auch gleich die Umbenennung der Marke. Die Bewohner Gr&#246;nlands bevorzugen n&#228;mlich auch die Bezeichnung <em>Inuit</em>. Korrekt w&#228;re also &#8220;Dunkler pigmentierter Nichteurop&#228;er in Oberbekleidung&#8221; der Marke Inuit. Das Eis selbst sei (ungeachtet des Namens) &#252;brigens lecker.</p>
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		<title>Endlich, endlich, ENDLICH!!!</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 11:56:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Phillip</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zynisches]]></category>
		<category><![CDATA[Klopapier]]></category>
		<category><![CDATA[Tempo]]></category>

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		<description><![CDATA[Darauf haben wir alle gewartet! Tempo gibt es jetzt auch als Klopapier. Und Otto Normalkunde wei&#223; das gar nicht genug zu sch&#228;tzen. Deshalb ist Tempo so nett und zeigt uns in der Werbung wie man sich richtig freut. Dank dieses tollen Werbespots wissen wir jetzt, dass uns dieses Klopapier unendlich gl&#252;cklich macht machen soll. Aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Darauf haben wir alle gewartet! Tempo gibt es jetzt auch als Klopapier. Und Otto Normalkunde wei&#223; das gar nicht genug zu sch&#228;tzen. Deshalb ist Tempo so nett und zeigt uns in der Werbung wie man sich richtig freut.</p>
<p><a href="http://werbewahn.net/2009/07/02/endlich-endlich-endlich/"><em>Hier klicken, um das Video zu sehen.</em></a></p>
<p>Dank dieses tollen Werbespots wissen wir jetzt, dass uns dieses Klopapier unendlich gl&#252;cklich <span style="text-decoration: line-through;">macht</span> machen soll. Aber wenn ich mit meinem Markenklopapier so umgehe wie in diesem Spot, dann wird das ein teurer Spass&#8230;</p>
<p>Nat&#252;rlich darf ein entsprechender <a href="http://www.tempo-toilettenpapier.de/">Webauftritt</a> nicht fehlen. Auch hier freut man sich, was das Zeug h&#228;lt. Man darf allen mitteilen, worauf man schon immer gewartet hat. Komischwerweise erw&#228;hnt keiner der dortigen Kommentare Tempo Klopapier. Die User waren wohl alle noch im Freudenrausch und verga&#223;en, dass es jetzt Tempo auch als Klopapier gibt. Nach kurzem Suchen fand ich <a href="http://www.otto-office.com/oode/b2c/deu/artikel.obtshop?wkid=OO-8-DE-674a4c9f5f7e5ea&amp;artnr=77917">hier</a> ein Angebot. Und 6,53€ pro sechs Rollen sind doch ein richtiges Schn&#228;ppchen&#8230;</p>
<p>Gut f&#252;r die Nase und gleichzeitig f&#252;r&#8217;n Arsch.</p>
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		<title>Die Patchworkfamily</title>
		<link>http://werbewahn.net/2009/06/09/die-patchworkfamily/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 17:25:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Skurril]]></category>
		<category><![CDATA[auto]]></category>
		<category><![CDATA[renault]]></category>

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		<description><![CDATA[Heutzutage ist es ja nichts ungew&#246;hnliches mehr, wenn zwei Elternteile Kinder aus verschiedenen Ehen zu einer Familie zusammenf&#252;hren. Da kann dann schon mal ein ordentlicher Haufen an Kindern anwachsen. F&#252;r diese Familien hat Renault sich etwas Besonderes ausgedacht. Ein Auto, in dem die ganze Rasselbande Platz hat. Ok, der neue Renault Scenic ist ein sch&#246;nes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heutzutage ist es ja nichts ungew&#246;hnliches mehr, wenn zwei Elternteile Kinder aus verschiedenen Ehen zu einer Familie zusammenf&#252;hren. Da kann dann schon mal ein ordentlicher Haufen an Kindern anwachsen. F&#252;r diese Familien hat Renault sich etwas Besonderes ausgedacht. Ein Auto, in dem die ganze Rasselbande Platz hat.</p>
<p><a href="http://werbewahn.net/2009/06/09/die-patchworkfamily/"><em>Hier klicken, um das Video zu sehen.</em></a></p>
<p>Ok, der neue Renault Scenic ist ein sch&#246;nes Auto, sehr familienfreundlich. Aber kann ich meine Patchworkfamily wirklich nur in diesem Auto transportieren? Ich bezweifle das ja. Es gibt unz&#228;hlige Modelle von unz&#228;hligen Automarken, wo mehr als die &#252;blichen zwei, maximal drei Kinder hinten Platz haben. Da brauche ich nicht extra einen Renault daf&#252;r.</p>
<p>Warum karrt der Vater den ganzen Tag seine Brut durch die Gegend, w&#228;hrend er im Hemd im Auto sitzt, als ob er nur schell von einem Meeting davon w&#228;re? (Jaja, ich wei&#223; schon wie das ist mit dem Gender und so ist. Und dass M&#228;nner auch im Haushalt helfen sollen und die Frau arbeiten kann.) Die Frau ist aber offenbar auch zuhause? Na, da stimmt doch was nicht&#8230; Wer geht denn nun arbeiten?</p>
<p>Warum muss am Schluss dieser Junge noch im Auto sitzen? Soll das hei&#223;en, das Auto ist so gro&#223;, dass man sogar Kinder drinnen hat, die da gar nicht hergeh&#246;ren? So viele Fragen und keine Antworten. Nicht gut.</p>
<p>&#220;brigens hat sich der Papst f&#252;rchterlich aufgeregt, als die Werbung erschienen ist, dass Renault die Menschen dazu verleiten w&#252;rde Patchworkfamilien zu gr&#252;nden und die wahren Werte der Familie zu verkennen. Also so viel Macht w&#252;rde ich dem Autohersteller Renault nun dann doch nicht zutrauen.</p>
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		<title>Mamas Rat</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Mar 2009 15:54:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geglückt]]></category>
		<category><![CDATA[Skurril]]></category>
		<category><![CDATA[kleidung]]></category>
		<category><![CDATA[new yorker]]></category>
		<category><![CDATA[schwarzer humor]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie war das, was uns unsere Eltern immer beigebracht haben? Man soll dorthin sehen, wohin man auch geht und sich auf die Sache konzentrieren, die man gerade macht und sich nicht ablenken lassen und so weiter. Immer haben wir in diesem genervten Tonfall gesagt &#8220;Ja, Mama!&#8221; oder &#8220;Ja, Papa!&#8221; und weitergemacht wie bisher. Aber es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie war das, was uns unsere Eltern immer beigebracht haben? Man soll dorthin sehen, wohin man auch geht und sich auf die Sache konzentrieren, die man gerade macht und sich nicht ablenken lassen und so weiter. Immer haben wir in diesem genervten Tonfall gesagt &#8220;Ja, Mama!&#8221; oder &#8220;Ja, Papa!&#8221; und weitergemacht wie bisher. Aber es muss doch etwas dran gewesen sein an der Sache, sonst h&#228;tten sie es sicher nicht so oft wiederholt. Oder?</p>
<p><a href="http://werbewahn.net/2009/03/28/mamas-rat/"><em>Hier klicken, um das Video zu sehen.</em></a></p>
<p>Schwarzer Humor ist nicht jedermanns Sache. Meine aber schon. In der Werbung kommt er nicht all zu oft vor, weil es eben so eine heikle Angelegenheit ist. Hier auf Werbewahn haben wir ein paar <a href="http://werbewahn.net/2007/01/13/ohne-worte/">Beispiele</a>. Besonders hervor tun sich dabei die Werber von New Yorker, die mittlerweile schon <a href="http://werbewahn.net/2006/12/05/videoplugin/">einige</a> <a href="http://werbewahn.net/2007/11/09/body-parts-for-the-moment/">Werbungen</a> mit tiefschwarzem Humor produziert haben.</p>
<p>Wir wollen nicht &#252;ber ein paar kleine Fehler reden &#8211; so schnell kann man nicht t&#228;towieren, die Dame fliegt zu tief in die Grube, als dass ein Kleiderzipfel noch herausschauen kann&#8230; Eine gewisse Wahrheit liegt ja einfach in der Werbung und dem Verhalten der M&#228;nner. Als Kinder h&#228;tten sie wohl alle ein bisschen besser zuh&#246;ren sollen. Tja, so ein pinker Fetzen l&#228;sst Mamas Rat ganz tief in den Gehirnwindungen verschwinden.  Ganz besonders gut gef&#228;llt mir ja das Ende. Blondinen in Pink haben es so verdient finde ich. Und damit &#214;sterreichs Kinder nicht zu traumatisiert werden, sendet der &#246;sterreichische Rundfunk diesen Spot erst ab 21 Uhr.</p>
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		<title>Die Billa EatCard</title>
		<link>http://werbewahn.net/2009/03/20/die-billa-eatcard/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 19:12:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Phillip</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstück]]></category>
		<category><![CDATA[Skurril]]></category>
		<category><![CDATA[billa]]></category>
		<category><![CDATA[EatCard]]></category>
		<category><![CDATA[nahrung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die &#246;sterreichische Lebensmittelhandelskette Billa setzt neuerdings auf ein System namens EatCard. Ob das jetzt IssKarte, EssKarte, EssensKarte oder vielleicht auch EssenKarte hei&#223;en soll, ist mir schleierhaft. Aber weil Produkte mit komischem Namen meistens irgendwo genauer beschrieben werden, klicken wir einfach hier. W&#228;hrend man unseren Hausverstand immer noch anspricht &#8211; oder besser: w&#228;hrend uns unser Hausverstand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die &#246;sterreichische Lebensmittelhandelskette <a href="http://www.billa.at">Billa</a> setzt neuerdings auf ein System namens EatCard. Ob das jetzt IssKarte, EssKarte, EssensKarte oder vielleicht auch EssenKarte hei&#223;en soll, ist mir schleierhaft. Aber weil Produkte mit komischem Namen meistens irgendwo genauer beschrieben werden, klicken wir einfach <a href="http://www.billa.at/Layouts/dd_bi_subseite2006.aspx?folderId=53894&amp;pageId=155667">hier</a>.</p>
<p>W&#228;hrend man unseren Hausverstand immer noch anspricht &#8211; oder besser: w&#228;hrend uns unser Hausverstand immer noch aus dem Fernseher anspricht (wenn das nicht symboltr&#228;chtig ist&#8230;), bem&#252;ht sich Billa auch um Leute, an denen die Hausverstandsache (mangels Hausverstandes?) vorbeigeht.</p>
<p>Billa hat sich die EatCard einfallen lassen. Wer bereits auf den obigen Link geklickt hat, dem ist vielleicht aufgefallen, worauf ich hinaus will. Herr oder Frau Konsument gehen also nichts ahnend durch den Laden und sehen wie auch ich vor einigen Wochen diese dezent gef&#228;rbten aber gut sichtbaren N&#228;hrwertangaben an den Regalen kleben. Es soll wohl eine Art Ampel imitiert werden. Das Komische ist nur: alle drei verwendeten Farben sind Gr&#252;nt&#246;ne. So signalisiert ein sehr schwach gr&#252;nes Feld wenig eines bestimmten Inhaltsstoffes wie z.B. Fett oder Zucker, ein etwas satteres Gr&#252;n bereits mehr und ein dunkelgr&#252;nes Feld sehr viel.</p>
<p>Jetzt frage ich mich: Warum Gr&#252;n? Was verbindet jeder Mensch mit Gr&#252;n? Nat&#252;rlich, dass alles in bester Ordnung ist. Ein Produkt mit vier gr&#252;nen Feldern &#8211; super da tu ich mir was Gutes! Die Initiative ist zu begr&#252;&#223;en, aber wenn man die Menschen warnen will, dann doch bitte mit Farben, die ein Mensch auch mit Warnungen assoziiert, wie zum Beispiel Gelb oder besser noch Rot.</p>
<p>Nat&#252;rlich &#8211; wer liest, wei&#223; auch so Bescheid. Aber ich glaube das Gef&#252;hl, wenn man eine Wurst oder eine Packung Kekse vorbei an leuchtend roten Warnsignalen in den Einkaufswagen legt, ist nicht vergleichbar mit dem, wenn diese Warnfelder in angenehmes Gr&#252;n getaucht sind.</p>
<p>Warum verwendet Billa dann diese Farben? Eine einfache Erkl&#228;rung w&#228;re, dass Billa seine Kunden in diesem Zusammenhang grob in zwei Gruppen sieht. Jene, die Kennzeichnung wollen, und solche, denen es egal ist. Was wir hier sehen, stellt einen optimalen Kompromiss dar. Erstere werden zufriedengestellt, ohne Letztere zu unsanft daran zu erinnern, dass sie sich ungesund ern&#228;hren. Der Einkauf w&#252;rde sich sicher nicht so gut anf&#252;hlen, wenn fast jeder Griff nach einem Produkt an roten Warnsignalen vorbeif&#252;hrte. Und der Anteil derer, welche zwecks eines unbesorgteren Einkaufserlebnisses statt ihrer Ern&#228;hrungsgewohnheiten einfach den Laden wechseln w&#252;rden, stellt verlorene Kunden dar. Solange ungesunde Lebensmittel nicht &#252;berall einheitlich gekennzeichnet werden, wird wohl kein H&#228;ndler freiwillig Ungesundes auff&#228;llig markieren.</p>
<p>Eine einheitliche gesetzliche Regelung w&#228;re die einzige L&#246;sung. Ich pers&#246;nlich lasse mir zwar nicht gerne das Denken abnehmen, aber in Anbetracht der wiederholten Versuche der Nahrungsmittelhersteller, dem Kunden Ungesundes als gesund anzudrehen (<a href="http://werbewahn.net/2008/03/09/die-zucker-luege-damit-fuettern-wir-unsere-kinder/">hier ein Beispiel</a>), w&#228;re so eine Regelung sinnvoll.</p>
<p>Ich finde solche Vorst&#246;&#223;e lobenswert, aber Gr&#252;n, Gr&#252;n und Gr&#252;n sind einfach nicht die richtigen Farben f&#252;r gut, mittel und schlecht.</p>
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