Vom Dreirad zum Panzer

Unter Kindern ist derjenige der Held, der ein Dreirad sein Eigen nennen kann. Mädchenherzen schlagen höher, wenn so ein Held das Mitfahren anbietet. Später kommt der Gepäckträger des Fahrrads, dann der hintere Sitz auf dem Moped und schließlich das Auto, das ungeahnte Möglichkeiten eröffnet. Bisher war dann die Aufstiegsleiter zu Ende, eventuell konnte noch über den Fahrzeugtyp diskutiert werden.
Heute reicht das offenbar nicht mehr:

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Für alle Nichtösterreicher (Nichtwiener) es ist egal, was der unverständlich sprechende Herr sagt. Conclusio des Werbespots des Österreichischen Bundesheers ist, dass das größere Fahrzeug gewinnt.
Und welche soziale Schicht das Bundesheer mit dieser Werbung anspricht liegt auch auf der Hand. Ob diese Werbung eine so kluge Entscheidung war ist zu bezweifeln und ich wage zu behaupten, dass dadurch nicht mehr Männer beitreten und noch viel weniger Frauen.

Nachtrag:
Wie mir gerade bekannt wurde, ist der Spot nun von der Homepage des Bundesheeres entfernt worden und wird auch nicht in den Medien publiziert. In der Politik schlägt der Spot hohe Wellen. Sexismus-Vorwürfe werden laut.
Also immerhin ein Schwachsinn weniger, der uns in den Werbepausen entgegen strahlt.

5 Reaktionen zu “Vom Dreirad zum Panzer”

  1. dreiduke

    ich fand den Spot cool.
    Etwas primitiv gemacht, aber mal was anderes.

  2. Maeximilian

    Alles nur geklaut… http://www.youtube.com/watch?v=cH_E6YSQqTo

  3. Kiko

    Nun, die Ukrainer haben da noch einen gewissen Humor gezeigt. Bei der Ösi-Variante ist der selbstironische Ansatz nichtmehr erkennbar – es wirkt nurnoch billig und sexistisch. Zum Glück wurde das gestoppt…

  4. walid

    den fand ich jetzt auch net besonders toll..

  5. Werbewahn » Liebe Kinder…

    [...] Aber noch viel Kurioser ist die Tatsache, dass die FPÖ Burgenland die Idee zu diesem Spot hier geklaut hat. Und was wurde aus diesem Spot? Er wurde nie in dem Medien gezeigt, er hat nur Hohn und [...]

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