Im Schlaraffenland.

Wer träumt nicht davon ab und zu im Schlaraffenland zu leben. In der Wiese zu liegen während einem gar köstliche Speisen in den Mund fliegen, der Wein fließt im nebengelegenen Bach vorbei und wartet nur darauf getrunken zu werden. Der Mensch braucht nichts zu tun außer sich an Speis und Trank zu laben.

Bis vor kurzem noch dachte ich, dass diese Gedanken reine Tagträume sind doch ich musste mich eines Besseren belehren lassen. Natürlich hat mir die Werbung die Augen geöffnet. Da fliegt doch wirklich Essen durch die Luft, dass sich der Mensch so mir nichts, dir nichts pflücken und verspeisen kann.
Zuerst öffnet sich die Verpackung von selbst und gibt den Weg frei, dann fliegt der Inhalt davon – natürlich in schönen Bögen direkt zu den Menschen, in Griffweite davor vorbei – und langsam genug, dass man es ohne Eile erwischt.

Es geht um die Giotto Werbung. Unterlegt mit der Melodie des berühmten Zählreims „10 kleine Negerlein“ und auch angelehnt an dessen Text wird erzählt, was mit 9 kleinen Giotto passiert. Diese fliegen nämlich durch die Luft und werden nacheinander verspeist weil sie so vortrefflich schmecken. Dem kann ich ja nur zustimmen aber leider funktioniert das bei mir einfach nicht. Ich habs probiert, aber weder öffnet sich die Packung von selbst noch fliegen mir dann die Kügelchen vor der Nase herum. Aus der Traum. Ich muss wohl doch wieder hart dafür arbeiten, dass ich was zu Essen in den Mund bekomme.

3 Reaktionen zu “Im Schlaraffenland.”

  1. Marleen

    Tja, das Missverständnis mit dem fliegenden Essen gab es chon damals bei den Choco Crossies-Chips…

  2. AgentSmith

    Die „Interpretation“ des Liedes ist mit das Grausamste, das derzeit im Werbefernsehen zu Hören ist. Eine Stimme, dass man nach wenigen Sekunden akute „Ich muss irgendwo Reinprügeln“-Zustände bekommt, und ein Text, dass man besser die Spucktüte direkt neben der Fernbedienung liegen hat. Das ist so abartig, da wird die Lächerlichkeit der fliegenden Zuckerbomben für mich schon zur Nebensache..

  3. Marleen

    Also schlimmer als das Duplo-Gedicht oder die Reimerei bei den Kinder-Schokokugeln ist das jetzt aber auch nicht…

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