Der Stoppelschreck

Jede Frau kennt das, wenn man eigentlich einen Rock tragen möchte, auf den Beinen aber so lästige kleine Stoppeln zu sehen sind und man sich also noch einmal rasieren muss. Lästige Angelegenheit, aber notwendig, wenn man schön sein will. Dies geschieht aber alles noch zuhause. Sowohl die Überlegung mit dem Rock als auch das Rasieren. So weit so gut.

Nun werden wir mit einem Werbespot konfrontiert, in dem eine Dame im biederen beigen Jäckchen und dem noch biedereren Faltenrock auf eine Party geht. Natürlich sind alle anderen weiblichen Gäste sehr sexy und aufreizend gekleidet. Da muss sich was ändern für unsere Dame und zwar schnell. Also verzieht sie sich flugs in einen Nebenraum. Die Idee, den Rock als Kleid zu verwenden macht sich in ihrem Kopf breit. Doch dann, ganz plötzlich begegnet sie dem Stoppelschreck.
Nun wird eine Badezimmerszene eingeblendet in der sich eine Dame mit Veet Enthaarungscreme die Beine enthaart. Dazu wird gesprochen, dass man lästige Stoppeln vergessen soll und doch lieber ebenjene Enthaarungscreme verwenden soll. Und schwupps hat auch unsere Dame keine Stoppeln mehr, zieht sich den Rock über die Brust und marschiert ab auf die Feier.

Ich frage mich jetzt einfach mal wie diese Dame es schafft, sich die Beine in einem Schlafzimmer oder dergleichen zu enthaaren. Trägt sie immer in der Handtasche eine solche Creme mit, vielleicht auch noch eine Flasche Wasser, um das dann wieder abzuwaschen?
Meiner Meinung nach hat diese Werbung einen großen Fehler. Sie suggeriert dem Betrachter zuerst, dass da Stoppeln vorhanden sind. Dann aber wieder doch nicht mehr. Also: entweder, oder. Entweder die Dame hat Stoppeln, dann gehen die auch nicht auf der Party weg - sie hat ein Pech und hätte am Morgen daran denken sollen. Oder sie hat keine Stoppeln, dann hat sie Glück und kann sofort den Rock hochziehen und meinetwegen kann eingeblendet werden, dass sie ja so klug war und mit Veet Enthaarungscreme ihre Beine enthaart hat und darum jetzt keine Probleme hat. Aber nicht beides gleichzeitig.

Wer sich den Spot noch ansehen möchte kann das hier tun.

4 Reaktionen zu “Der Stoppelschreck”

  1. bati

    vielleicht hab ichs beim einmaligen anschaun nicht so ganz erkannt, aba is es nicht möglich dass die badezimmerszene eine rückblende auf den morgen/abend davor ist und die beine auf der party bereits stoppelfrei sind? sonst hätte sie doch wahrscheinlich auch den faltenrock nicht an.

  2. thom

    sehe ich auch so. könnte eine rückblende sein. dann passt aber der text der sprecherin nicht dazu. sieht hat in diesem augenblick gar keine stoppeln, weil sie schon am morgen aktiv war ;)

  3. Anna

    Also ich hab in ihrem Gesichtsausdruck vor dem Spiegel “gelesen”, dass sie jetzt Stoppeln hat. Aber wenn dem nicht so ist, dann muss ich Thom zustimmen, stimmt der Text eben nicht damit überein. Wie auch immer, alles ein bisschen blöd zusammengestellt.

  4. Roland Judas

    Zu meiner Schande muß ich gestehen, das ich das Video (noch) nicht gesehen habe - aber vielleicht ist das ja eine Form von viralem Marketing: Man hat den Spot bewußt mißverständlich bzw. inkosistent gehalten, damit dann in Blogs und Foren darüber diskutiert werden soll ;-).

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