Textilblindheit
Ein Problem, mit dem die mit Frauen liierte Männerwelt wahrscheinlich schon seit der Steinzeit zu kämpfen hat ist der Mangel an passender Kleidung für die bessere Hälfte. Dabei ist es ja nicht gerade so, als hätten unsere Frauen überhaupt nichts anzuziehen, im Gegenteil, die Auswahl ist oft ein Vielfaches der Kollektion des männlichen Gegenparts, welcher wiederum immer etwas zum anziehen findet, es handelt sich dabei viel mehr um die Abstinenz des genau richtigen Kleidungsstücks.
Die Ursachen des Phänomens sind vielfältig. Das können Selbstzweifel, übermäßiger Konsum von Weihnachtskeksen oder einfach nur die falsche Laune sein, um nur einige aufzuzählen. Wir Männer sind dagegen dank der Evolution mittlerweile ja immun - dachten wir, denn unsere Frauen können im Zuge dieser höchsten subjektiven Not grausam sein. Welch belustigende Auswüchse das annehmen kann, sollte man dringend hier nachlesen. “Schaahaaatz, ich habe nichts anzuziehen”, lässt uns noch vor Angst erzittern, doch bereits der nächste Satz schafft Gewissheit: “Wir müssen shoppen gehen.” Wir, das inkludiert nicht etwa andere weibliche Wesen, sondern dezidiert die in dieser Sache zweifelsfrei bessere Hälfte, nämlich uns Männer.
Männer mit Lebenserfahrung machen in dieser Situation nicht den Fehler zu argumentieren, dass das angesichts des ohnehin überquellenden Kleiderschranks eher unnötig erscheint. Männer mit Lebenserfahrung haben schon gelernt, dass derartige Einsprüche entweder sowieso ungehört verhallen oder aber das Problem nur noch mehr verschlimmern. Obwohl es uns vor mit kaufsüchtigen Frauen überfüllten Kaufhäusern graut, opfern widmen wir unsere Zeit liebevoll unseren Frauen und gehen wahrhaft heldenhaft mit. In riesige Kaufhäuser. Und dann nach ein paar Stunden mit der Erkenntnis wieder nach Hause, dass es derzeit nichts gibt, das den finanziellen und optischen Interessen genügt. Selig diejenigen, die einen Erfolg nach Hause nehmen und nicht auch noch das Nachspiel erleben.
Woran das liegt, dass unsere Frauen derart reagieren wurde jetzt entdeckt. Aufgrund einer neuartigen Krankheit namens “Textilblindheit” sehen sie die Kleidung schlicht nicht. Und in weiterer Folge müssen wir dann natürlich einkaufen gehen. Gut, dass die Entdecker der Krankheit gleich auch ein Medikament liefern, das Abhilfe schafft. Und zwar nicht nur von der Krankheit, sondern auch von ausgiebigen Shoppingtouren.
Wir sind gerettet!
Mit Dank an die angeber.in für den Hinweis!

29.04.2008, 20:56 Uhr
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Am 19. August 2008 um 10:48 Uhr
Wobei man dieses Prinzip der Textilblindheit nicht unterschätzen sollte. Bedenkt man(n) mal, ihr müsstet euch einmal passend zu uns kleiden. Und nicht nur das braune T-shirts zu schwarzen Shorts und schwarz-weiß karierten Schuhen.
So, und nun. Wer muss jetzt geredet werden??
Gruß vom Ossi nebenan
Andrea