Urlaub, der wunschlos glücklich macht.
Urlaub ist eine tolle Sache. Strand, Palmen, Ruhe, nichts, das irgendwie nervt. Und wenn man kein Kandidat für Ehekrach ist (wusstet ihr, dass jede dritte Ehescheidung nach dem gemeinsamen Urlaub eingereicht wird?), dann steht dem ein- oder mehrwöchigen, hemmungslosen Entspannen eigentlich nichts im Wege.
Weil die meisten Urlauber zu faul sind, sich mit den Tücken der diversen, nötigen Buchungen zu beschäftigen, gibt es Reisebüros, die das für ein mehr oder weniger geringes Entgelt übernehmen. Ein solcher Veranstalter und auch Verkäufer ist ITS BILLA Reisen, eine Tochter der Lebensmittelkette und im Hintergrund eben ITS. Besagtes Unternehmen “verwöhnt” uns Österreicher nun also seit geraumer Zeit mit einem Fernsehspot, in dem einem Urlauber am Strand eine Fee erscheint, welche ihm drei Wünsche verspricht. Der Urlauber denkt kurz nach und zerklatscht die Fee und wir werden belehrt, dass Urlaub mit diesem Veranstalter eben wunschlos glücklich macht. Wer sich selbst ein Bild machen will, der schaue mal kurz auf die Startseite des Unternehmens, wo der Spot derzeit zu sehen ist.
Ich gestehe: jeder hat unterschiedliche Ansprüche an den perfekten Urlaub. Wenn mich allerdings eine Fee, während ich an diesem Strand liege, fragen würde, was ich gerne hätte, dann würden mir da spontan schon ein paar Dinge einfallen, denn von den vom Unternehmen angestrebten “Mittelklassehotels” gibt es durchaus noch Verbesserungsmöglichkeiten. Der Kerl könnte sich auch einfach nur wünschen, dass er den Strand ganz für sich allein hat (höre ich da Kindergeschrei im Hintergrund des Spots?), dass die paar Wölkchen auch noch vom Himmel verschwinden oder das Meer ein paar Grad mehr hat.
Überhaupt: die Fee erwähnt ja mit keinem Wort, dass die drei Wünsche auch nur irgendwie mit dem Urlaub zu tun haben müssen. Unser Urlauber könnte sich also auch einen Porsche, eine neue Frau und/oder einfach nur genügend Geld wünschen. Oder zumindest die Kosten für den Familienurlaub, denn geschenkt kann man auch mit ITS BILLA Reisen nicht verreisen, insofern kann der Urlaub also auch nicht wunschlos glücklich machen, denn er reißt ja doch ein Loch ins Budget. Aber wer so unterbelichtet ist, dass er sich all diese Chancen einfach wegklatscht, der hat wohl auch keinen besseren Urlaub verdient.

29.02.2008, 18:15 Uhr
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Am 29. Februar 2008 um 19:15 Uhr
wenn ich so einen (miß)(ge)glückten Spot sehe, dann bin ich echt froh, dass ich mir meine Urlaube individuell zusammenstelle.
Am 4. März 2008 um 11:12 Uhr
“…Strand, Palmen, Ruhe, nichts, das irgendwie nervt” - nur wenn die Palmen und Strand selbst nicht nerven :o)
Am 5. März 2008 um 10:51 Uhr
man kann auch zu vieles tot reden. wir wissen alle, daß werbung immer mehr suggerieren will: der perfekte urlaub, perfekt sitzende haare, whatever. Ich find die Idee gut. Er ist mit dem Urlaub erstmal wunschlos glücklich, braucht also keine Fee. Ergo, klatsch sie weg.
Wenn du unter dem Aspekt rangehst, jeder Werbung etwas einfältiges nachzusagen, dann haste noch viel zu tun. Denn das betrifft fast jede. Ich find den Spot nur in der Umsetzung etwas mißglückt. Zuviel entsättigte Farben, das Handtuch verrutscht, der Typ is auch net grad das wahre. Das hätte man farbenfroher und “perfekter” inszenieren können. Aber sind wir nicht alle ein bißchen Bluna? Locker bleiben.
Am 5. März 2008 um 10:58 Uhr
du sagst es übrigens selbst:
“Ich gestehe: jeder hat unterschiedliche Ansprüche an den perfekten Urlaub.”
Deshalb bedient man sich einer mechanik, die eben jeder versteht.
Oh ja, aber er hätte sich ja noch nen Toaster wünschen können, oder nen Sportwagen. Ziemlich einfältig und zeigt eindeutig, daß man krampfhaft versucht, jeder Werbung irgendwo was schlechtes nachzusagen. Die Ansage des Spots ist klar und kommt an, totreden kann man alles.