Jailhouse Rock!
Vor der weiteren Lektüre dieses Beitrags empfiehlt es sich, einen Blick auf diese Seite zu werfen und das dortige Video anzuschauen.

Der Österreichische Tierschutzverein wirbt auf eben erwähnter Seite wie auch in den Werbeblöcken deutscher Privatsender hier in Österreich für mehr Freiheit für Wildtiere, die in Zoos leben. Durchaus schmissig “tanzen” und “shaken” die diversen Zoobewohner zu einer etwas neueren Version von Elvis Presleys Jailhouse Rock – und bringen mich als Zuschauer erst mal ordentlich zum Schmunzeln. Man fühlt sich ein wenig an Die lustige Welt der Tiere erinnert, einen großartigen und gleichwohl sehr empfehlenswerten Film, der unter anderem zeigt, wie sich Tiere (in freier Wildbahn!) aufführen, nachdem sie ein paar benebelnde Früchte gefressen haben. Oder auch an die Clipshows, die neuerdings dank Internetvideos eine wundersame Vermehrung erlebt haben, wenn mal wieder eine Katze in ein Planschbecken hüpft. Krönender Abschluss des ganzen Tierspektakels ist aber nicht noch eine Pointe mit einem Affen, der einen Überschlag macht, sondern die Mahnung, dass Tiere in Zoos verhaltensgestört werden.
Geht es nur mir so, dass ich beim Sichten des Spots irgendwie die Botschaft zwar schon verstehe, sie aber nicht so recht zu den eben gezeigten Bildern passt? Natürlich, Tierschutz ist eine tolle Sache und es ist auch gut, dass es Menschen gibt, die sich dafür einsetzen. Nur das Werbemittel, das sollte nochmal überdacht werden. Während die Botschaft sicher arme, verhaltensgestörte Tiere in Gefangenschaft sein soll kommt beim Werbekonsumenten eher lustige, tanzende Tiere an. Das macht auch die Mahnung am Schluss nicht mehr wett.

16.01.2008, 19:50 Uhr
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