Richtigstellung

Am 9. Dezember des vergangenen Jahres haben wir an dieser Stelle über Ossiri’s Lernakademie, eine Sprachschule in Wien, berichtet, die, wie wir damals annahmen, einen Fehler bezüglich der Setzung des Apostrophs (Stichwort Gentiv-s) in der Namensschreibung gemacht hätte. Ein gutes halbes Jahr später, nämlich heute, hat Elisabeth, eine Mitarbeiterin besagter Einrichtung, genau jenen Artikel kommentiert und uns darauf hingewiesen, dass das Österreichische Wörterbuch folgenden Eintrag enthält:

9.1.3 Der Apostroph als Wortgliederungszeichen ist ausnahmsweise zulässig vor Genitiv-s in Personennamen, um die Grundform des Namens zu verdeutlichen; so zB beim Namen Carlo: CARLO’S TAVERNE, um anzuzeigen, dass der Besitzer Carlo und nicht Carlos heißt.

Trotz gründlicher Recherche bezüglich der Verwendung von Apostrophen damals ist mir das entgangen, ich habe eben dieses Buch aber hier und habe gerade nachgeschlagen. Fairerweise muss an dieser Stelle deswegen gesagt werden: Ossiri kann seinen Apostroph ganz rechtschreibkonform setzen um wirklich als solcher und nicht als Gott der Fruchtbarkeit erkannt zu werden.

Bei Ossiri und seinen Mitarbeitern möchten wir uns für unseren Fehler entschuldigen, den Artikel von damals haben wir (weil Google so selten vergisst) selbstverständlich mit einem Hinweis auf diese Richtigstellung versehen. Nostra culpa.

5 Reaktionen zu “Richtigstellung”

  1. Werbewahn » OssiRi(’)s Lernakademie

    […] [Update am 22. Juni 2007] Dieser Artikel entspricht nicht der Wahrheit. Eine Richtigstellung findet sich hier. […]

  2. Martin

    Ein kleiner Nachtrag sei mir noch erlaubt: So richtig Sinn ergibt diese Regelung in Wirklichkeit nicht.
    Carlos muss bei der Beschreibung seiner Taverne nämlich einen Apostroph anhängen, wenn er denn auf sich hinweisen möchte. Carlos‘ Taverne also. Carlo hingegen darf sich genau jenen Apostroph sparen, er ist Besitzer von Carlos Taverne.
    Insofern ist die Apostrophsetzung an der besagten Stelle wohl überflüssig, weil der richtige Name bei Beachtung der grammatischen Regeln sowieso ersichtlich wird.

  3. ramses101

    Aber warum sollte man Ossiris mit Osiris verwechseln? 😉

  4. Martin

    Verwechslungsgefahr besteht jedenfalls im Zusammenhang mit der gleichnamigen Schwermetallmusikgruppe aus Argentinien. Und man denke nur an die vielen das-dass-Fehler, die gemacht werden. So ein S mehr oder weniger ist heutzutage ja geradezu en vogue.

  5. Phillip

    Ich kann mich ramses nur anschließen, Ossiris ist weder Gott noch Name (meines Wissens).

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