Nachgerechnet

Wenn man Innovationen und Produkte bewirbt, dann sollte man sich Gedanken machen, ob das wohl so sinnvoll ist. Beispiel? Ein rosaroter Mobilfunkanbieter bewirbt bei seinen österreichischen Kunden derzeit sein neues Datenroaming-Paket via SMS, also sehr unaufdringlich [Anm. Datenroaming ist Internet fürs Handy im Ausland]. Für eine Grundgebühr von 4,50 Euro kosten 100 Kilobyte im Ausland dann „nur“ noch 30 Cent.

Aha. Ein Aufruf von uns (etwa 330 Kilobyte) im Ausland kostet damit also ungefähr einen Euro. Weiter hochgerechnet kostet ein Gigabyte dann also „nur“ die Sonderangebotssumme von (0,3*10,24*1024=) 3.145,73 Euro zuzüglich der 4,50 Euro Grundgebühr, also ein wirkliches Schnäppchen, zumal ein Gigabyte im Inland derzeit für etwa 20 Euro zu haben ist. Ob man diese stolze Errungenschaft wirklich bewerben muss, sollte wohl noch einmal überdacht werden.

[Es wird höchste Zeit für eine EU-Roaming-Richtlinie, damit diesem Unsinn endlich Einhalt geboten werden kann.]

3 Reaktionen zu “Nachgerechnet”

  1. Matthias

    Japp, das ist wirklich gruselig unverschämt. Und die Farbe ist „magenta“ – die wollte sich o.g. Konzern genauso wie den Buchstaben „T“ rechtlich schützen lassen. 😀

  2. chris

    also wär doch *oll wenn magen*a copy-geschü*z* wäre… keine billige werbung mehr im 4 farb-druck

    gu* zugegeben der heimische drucker hä**e sicher auch seine probleme…
    Adobe & Co dürf*en ihre sof*ware nur noch für RGB anbie*en
    ja ja sind wir froh 🙂 und wie schreib* man eigen*lich MICROSOF*

    (alle * durch T’s ersetzten 😉 )

  3. Albedo

    Es ist immer wieder faszinierend, dass Firmen am liebsten banale Dinge patentieren lassen wollen. Schlimm ist, dass die für die Bewertung der Idee verantwortlichen Patentingeneure oftmals ihr Einverständnis dafür geben.

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