Das einzige Joghurt mit Fruchtalarm

Es sitzt ein kleines blondes Mädchen zuhause, löffelt ein Joghurt und der Zuschauer ahnt nichts Böses. Doch dann öffnet es seinen Mund und heraus quillt eine schier unpackbare Masse an Lauten, die einem weismachen wollen, dass Froop so fruchtig ist, dass man es kennen und mögen muss.

Etwas verstört setzt sich der Zuschauer an den Computer und gibt bei Google „Froop“ ein. Schon als erster Beitrag erscheint von Müllermilch das Froop-Joghurt. Und genauso schrecklich wie die Werbung ist, genauso grauenhaft ist die Seite im Internet.

Und dann erfährt man auch noch, dass das Froop des Jahres „Kirsch-Banane“ ist. Alleine bei der Vorstellung überkommt mich ein Schaudern. Und der Werbetext im Internet weißt keine Spur an höherem Niveau auf, als die Werbung.

Ich bin mir sicher, dass hinter dieser Werbung der heimliche Wunsch nach Geburtenrückgang steckt. Niemand kommt sonst auf die Idee, einen solchen Saufratz als Werbeinstrument einzusetzen.

Zusammenfassend: grauenhaftes Kind, blöde Werbung, schrecklicher Werbetext!

11 Reaktionen zu “Das einzige Joghurt mit Fruchtalarm”

  1. rozana

    dieser joghurt schmeckt aber auch zum schreien.

  2. Martin

    Von da her wohl gar nicht so falsch, oder? 😀

  3. Kiri

    „Da werden die Früchte klitzekleingewichsert!!!“

    Na dann guten Appetit…

  4. Matthias

    Oh, gibt es davon eine neue Werbung? Ich kenn nur die gaaaaanz alte, soweit ich mich entsinne, war die Göre da aber nicht blond… 😉

  5. Anna

    Also jetzt ist der Fratz blond und hat, wie nach längerer Recherche herausgekommen ist, auch noch ein Lied gemacht und mehrere Homepagen… Aber dazu schreibt dann Martin noch ausführlicher 😉

  6. Werbewahn » Fruchtalarm!

    […] Anna hat vor ein paar Tagen über Froop philosophiert. Dem ist noch eine Sache hinzuzufügen: Wie wir alle wissen, wird Erfolg gerne ausgeschlachtet, besonders wenn irgendjemand damit rechnen kann, viel (?) Geld zu verdienen. Man denke nur an Popstars-Sendungen, die Ö-la-Palöma-Boys oder die Dame, deren Maschendrahtzaun vor Gericht verhandelt wurde und die schließlich sogar eine Solokarriere starten wollte (und das auch mit mäßigem Erfolg getan hat). […]

  7. Albedo

    Warum sind die Eltern der Kleinen nicht unter Aufsicht des Jugendamtes?

  8. Martin

    Kinderstars sind so eine Sache. Die Behörden wissen nicht so recht, wie sie damit umgehen sollen, zumal es den Kleinen ja nicht wirklich schlecht geht. Das ist so ähnlich wie die Ballerinas im Ballet oder singende Kinder – die tun das eben neben dem Druck durch Eltern auch ein Stück weit freiwillig. Eine Grenzziehung erscheint relativ schwer.

  9. Albedo

    Ich weiß, war ja auch teilweise ironisch gemeint.
    Die Jugendämter können ja nicht eimal gröbste körperliche un seelische Misshandlungen angemessen bekämpfen bzw. verhindern.

  10. Streetknozzz

    AAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH

    Die Werbung wird heute immer noch rauf und runter gewpielt, ich würde am liebsten in den Fernseher springen und diese Mistkröte kaltstellen.

    Wann kapieren die es eigentlich dass diese Werbung nur die Einschaltquoten verringert, das ist ja nicht zum Aushalten dieses Geschrei.

    DIE WERBUNG GEHÖRT WEG – ENDGÜLTIG

  11. Martin

    Ich hab den Joghurt jahrelang mit Vorliebe gegessen und auch die 0,49 Euro mit Freude ausgegeben. Jetzt habe ich im Fernsehen eine Doku gesehen, die zeigt, wieviel der Fruchtbrei mit Frucht zu tun hat.

    Die Früchte aus der Werbung sind eine glatte Lüge. Nach allem, was ich jetzt weiß, möchte ich alle bislang gegessenen Froops nur noch auskot***!!!

    Hört auf mich, kauft den Mist nicht mehr

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