Weg mit dem Speck!

Und ich spreche hier nicht von meinem langsam anwachsenden allweihnachtlichen Rettungsring auf Hüfthöhe. Der österreichische Mobilfunknetzbetreiber Telering findet seinen eigenen Tarif seit geraumer Zeit schlanker (lies: günstiger) als den der Konkurrenz. Aus diesem einfachen Grund werden alle anderen schlichtweg als „Speck“ bezeichnet.

Doch damit nicht genug, Telering hat dem Speck außerdem drei Gesichter mitsamt fülligem Körper gegeben und inszeniert seither immer aufwändiger die Tarifschlacht. Seit der Erfindung des Tarifs „Ätschpeck“ hängen sogar beschmierte Werbeplakate an allem möglichen Ecken. Fernsehwerbespots werden in Nachrichtenmanier aufgezogen, um von den Überfällen und Schmierereien des Specks zu berichten und ein „anerkannter Speckforscher“ namens Dr. Rainer Revers warnt die Bevölkerung mit eindringlicher Stimme vor der Konkurrenz Telerings.

Der neueste Werbespot lässt uns übrigens hoffen: Der Speck wurde in einem Wald (lies: zehn Christbäume) umzingelt. Was auch immer es zu bedeuten hat, wenn der „anerkannte Speckforscher“ Dr. Rainer Revers den Speck gefangen hat, vielleicht sind wir den Speck ja wirklich bald los…

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